Genderkardiologie im Fokus – Zweites Vernetzungstreffen

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Am 7. November 2024 fand in Wien das zweite Vernetzungstreffen unseres Netzwerkpartners Austrian Women Go Red statt . Ziel des Roundtables war es, Frauen in der Kardiologie stärker zu vernetzen, wissenschaftliche Initiativen sichtbar zu machen und Empowerment gezielt zu fördern.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene – unter anderem das ESC-Frauenprogramm RISE, vorgestellt von Univ.-Prof. Dr. Jolanta Siller-Matula (AKH Wien). Das Programm setzt sich für mehr Sichtbarkeit und gezielte Förderung von Kardiologinnen ein und unterstreicht die Notwendigkeit struktureller Veränderungen im Fach.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf laufenden Frauenstudien. Sophie Schönbauer (Klinik Floridsdorf) und Anna Rab (Kardinal Schwarzenberg Klinikum) präsentierten aktuelle Forschungsprojekte und machten deutlich, wie wichtig geschlechtersensible Daten für Prävention, Diagnostik und Therapie sind . Frauen zeigen häufig andere Symptome und Risikoprofile – diese Unterschiede müssen systematisch erfasst und berücksichtigt werden.

Ergänzt wurde das Programm durch eine praxisnahe Fallpräsentation sowie einen Impuls zum Thema Coaching und Empowerment für interventionelle Kardiologinnen. Denn neben wissenschaftlicher Evidenz braucht es auch strukturelle Unterstützung und starke Netzwerke.

Das Treffen hat erneut gezeigt:
Gendersensible Kardiologie entsteht nicht zufällig – sie braucht engagierte Expertinnen, wissenschaftliche Projekte und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Women’s Heart Austria wird diesen Weg konsequent weitergehen – mit dem Fokus auf gendersensibler Forschung, Vernetzung und dem klaren Ziel, die Herzgesundheit von Frauen nachhaltig zu verbessern.